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Der Film









Intention der Regisseurin

„Chellaponnu“ bedeutet „lovely girl“. Dieser Film begleitet still das alltägliche Leben von fünf Frauen – Mütter und Töchter – im heutigen indischen Hinterland. Ihr Alltag fern der aufstrebenden Metropolen ist geprägt von tiefer Tradition, harter Arbeit und dem Leben in familiären Strukturen. Roses Erzählung vom Leben auf dem Land in den 1960er Jahren begleitet die Reise. Sie erzählt von Deutschland und ihrem Weg zur Selbstbestimmtheit. Ein sehr persönlicher Zugang zum Leben in Indien, der die kulturellen und zeitlichen Unterschiede vergessen macht und nach dem Stellenwert der Frau in der Welt fragt.

„Eine Tochter großzuziehen ist, als würde man den Garten des Nachbarn bewässern.“ (altes indisches Sprichwort) Betrachtet man die Situation der Frauen im heutigen indischen Hinterland, liegt es nahe, einen Film zu machen, der die oft schlimmen und ärmlichen Lebensbedingungen der Frauen dort zeigt. Doch in all den Jahren meiner Arbeit in diesen Gebieten ist mir vor allem eines begegnet: Liebe und eine sehr große Lebensfreude inmitten der alltäglichen Härte des Lebens und gesellschaftlicher Benachteiligungen. Ich möchte den Zuschauer durch diesen Film teilhaben lassen am ganz alltäglichen Leben dieser Frauen und diesen die Möglichkeit geben, sich zu äußern und gehört zu werden. Im Kleinen des Alltags das Große entdecken. Welche Wünsche haben sie, welche Träume? Wie gestaltet sich ihr Alltag und wie sehr treffen unsere klischeehaften Vorstellungen von der großen Rückständigkeit im Leben auf dem Land in Indien zu?

gefördert im Rahmen des Projektjahres

„Germany and India 2011-2012: Infinite Opportunities“ und durch die MFG Filmförderung Baden-Württemberg